Rezepte

Vegane Erbsen-Ravioli.

Gesunde Ravioli ganz einfach selbst machen.

Neulich, als ein paar Berliner Foodblogger in Südtirol waren, lernten sie eine Menge über die Natur und Ernährung. Sie kletterten auf Bergwiesen herum, sammelten Kräuter und Blümchen und erfuhren, dass es einen Unterschied zwischen Lebens- und Nahrungsmitteln gibt. Lebensmittel leben, man könnte sie in die Erde stecken und sie würden wachsen. Also theoretisch, wenn man eine Möhre zerhackt, ist sie noch ein Lebensmittel. Trocknen und Kochen sind tabu und machen aus Lebensmitteln Nahrungsmittel. Auch Mehl und Flocken aus industrieller Fertigung sind keine Lebensmittel, da hier die Keimlinge entfernt wurden. Der Keimling steckt nämlich voller wichtiger Öle, die, einmal gemahlen oder zerquetscht, schnell mit der Luft reagieren und innerhalb weniger Tage schon ranzig werden.

Mindestens ein Drittel unseres Tagesbedarfs sollten wir mit Lebensmitteln decken. Das sagt zumindest eine ziemlich kluge Bäuerin auf einem Südtiroler Berg. Die Frau war übrigens jenseits der 60 und topfit! Muss also was dran sein.

Seit ihrer Reise probieren die Blogger, mehr Lebensmittel zu sich zu nehmen und diese in beinahe jede Mahlzeit zu integrieren. Im Fall ihrer Ravioli ist die Sauce komplett aus Lebensmitteln (also ≠ Nahrungsmittel) und dazu noch 100% vegan, also frei von tierischen Produkten. Außerdem ist sie schön scharf und kurbelt somit ordentlich den Stoffwechsel an.

Die Ravioli selbst wurden erhitzt und sind daher Nahrungsmittel. Trotzdem sind sie mit Pflanzenpower gefüllt und daher also ebenfalls vegan:

Zutaten für 4 Personen

Für die Ravioli

200 g Tiefkühlerbsen, aufgetaut
100 g Cashewnüsse, eingeweicht
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
3 EL Hefeflocken, angebraten
2 EL Minze, gehackt
1 EL Zitronenabrieb
1 Packung Wan Tan Blätter (vegan)
etwas Wasser
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Für die Sauce

1 Bund Koriander
1 Zitrone (Saft und Abrieb)
1/2 Chili
1 Knoblauchzehe
50 ml Olivenöl
50 g Tiefkühlerbsen, aufgetaut

Zubereitung

Am Vorabend:

  • Erbsen und Wan Tan Blätter aus der Kühlung nehmen und auftauen lassen
  • Cashewnüsse in Wasser einweichen lassen (mindestens 8 Stunden)

Am Kochtag:

  • Hefeflocken goldbraun anrösten, das intensiviert den Geschmack. Vorsicht, die brennen sehr schnell an.
  • Alle Zutaten für die Sauce in die Küchenmaschine geben und so lange mixen, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist.
  • Unter Umständen die Sauce mit etwas Wasser verdünnen.
  • Wir haben alle Zutaten auf einmal zerkleinert. Man kann aber auch erst die Cashews in den Mixer geben und diese glatt rühren.
  • Die Wan Tan Blätter voneinander trennen, ein Blatt auf eine platte Unterlage legen.
  • Die Füllung mit einem Teelöffel in der Mitte des Wan Tans platzieren und die Ränder mit einem Pinsel oder den Fingern mit Wasser bestreichen.

  • Ein zweites Wan Tan Blatt ganz vorsichtig auflegen und die Ränder andrücken. Kleine Angst, das klebt sehr gut und hält bombenfest.
  • Die fertigen Ravioli flach auslegen. Darauf achten, dass keine nassen Stellen an den Rändern übrig sind (da die Ravioli sonst aneinander festkleben).
  • Die Ravioli in kochendem Wasser erst 4 Minuten garen und danach in sehr wenig Öl in einer beschichten Pfanne knusprig braten. Die Erbsen nach Packungsanleitung kochen.
  • Für die Sauce alle Zutaten bereitlegen, Knoblauch schälen, die Kerne aus der Chili entfernen.
  • Zutaten in die Küchenmaschine geben und mixen, bis eine pestoartige Konsistenz erreicht ist.
  • Und jetzt anrichten! Ravioli auf einem Teller drappieren, mit der Sauce und den gekochten Erbsen garnieren. Gutn!

Das Rezept haben die Berliner Foodblogger „In search of“ mit der Küchenmaschine MK-F800 entwickelt und gekocht. Sie empfehlen, das Gericht als Vorspeise zu essen, da man durch das Öl nicht allzu viele Ravioli essen kann. Eigentlich sollten alle Zutaten im Supermarkt zu finden sein, nur für die Wan Tan Blätter muss man wahrscheinlich einen Abstecher in den nächsten Asia-Supermarkt machen.

Tipp: Dessert gefällig? Dann empfehlen wir unser erfrischendes Sorbet mit Bananen und Blaubeeren. Ebenfalls vegan.

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