Fortschritt

Panasonic freeze-ray: Speicher der nächsten Generation.

Panasonic und Facebook setzen auf Petabyte-Speicherracks.

Langfristige Datenspeicher: Mit Freeze-ray direkt in die Petabyte-Zone

Die Zeit rennt – und mir ihr die Entwicklung in Sachen Datenspeicher. Gefühlt waren wir vorhin noch bei Lochkarten, Datasetten und Disketten.

Höher, schneller, weiter: Mega, Giga, Peta.

Denn das neue Panasonic Datenarchivierungssystem „freeze-ray“ macht es möglich, bis zu 1,9 Petabyte Daten in einem einzigen 19-Zoll-Standard-Rack zu speichern.

Nur um die Größen einzuordnen: 1 Petabyte entspricht 1.000 Terabyte, 1 Terabyte wiederum sind 1.000 Gigabyte oder 1.000.000 Megabyte – und wenn wir das jetzt noch weiter herunterbrechen, werden die Zahlen wirklich lang.

Wie funktioniert freeze-ray?

Einfach gesagt ist freeze-ray ein gigantisches Datenarchivierungs-System, bei dem die Daten auf optischen Discs gespeichert werden.  Der technische Name lautet deshalb „Optical Disc-Based Data Archive System“ oder „Data Archiver“.

Blu-ray Discs mit 100 GB Speicherplatz pro Scheibe

Blu-ray Discs mit 100 GB Speicherplatz pro Scheibe

Blu-ray-Disc-Nachfolger für professionelle Archivierung.

Dieses neue Speichersystem haben wir zusammen mit Facebook in monatelanger Arbeit entwickelt und Anfang 2016 vorgestellt. Es kommt bereits bei Facebook und anderen Unternehmen zum Einsatz – und zwar mit Blu-ray Discs, die 100 Gigabyte Speicherplatz pro Scheibe haben.

Gleichzeitig entwickeln wir mit Facebook bereits die zweite freeze-ray-Generation: Statt mit Blu-ray Discs arbeitet das optimierte System mit der optischen Disc der nächsten Generation: der Archival Disc, die Panasonic und Sony gemeinsam quasi als Blu-ray-Disc-Nachfolger für den professionellen Gebrauch entwickelt haben und die 300 GB fassen kann.

Sichere Archivierung über lange Zeiträume.

Genau das können Archival Discs als Herzstück des neuen freeze-ray-Systems, die als sogenanntes WORM-Medium (Write Once Read Many – schreibe einmal, lese vielfach) das Überschreiben oder Verfälschen von Daten verhindern und eine geschätzte Lebenszeit von sage und schreibe 100 Jahren oder mehr haben. Sicher ist sicher.

Riesige Mengen von Daten. Und Strom.

Für ein Unternehmen wie Facebook geht es aber nicht nur um die sichere Verfügbarkeit der Daten, sondern auch um Energieverbrauch und Kosten. Heute schon hat der Social-Media-Pionier aus dem Silicon Valley mit weit mehr als einer Milliarde Usern Unmengen an Daten zu verwalten. In den USA allein gibt es nach Schätzungen der US-Regierung insgesamt drei Millionen Data Centers, die mit 100 Milliarden kWh mehr als zwei Prozent des gesamten Stromverbrauchs der USA ausmachen.

Hier bringt freeze-ray neben hoher Kapazität und niedrigem Strombedarf noch weitere Vorteile, die den Betrieb von Rechenzentren deutlich effizienter und nachhaltiger machen.

Yasuji Enokido panasonic freeze-ray

Yasuji Enokido: „Facebook schätzt freeze-ray für hohe Effizienz“

„Facebooks System-Ingenieure schätzen freeze-ray für seine Unveränderbarkeit, Langlebigkeit, hohe Datendichte und Kostengünstigkeit”, erklärt Yasu Enokido, Präsident von Panasonics AVC Networks Company. So müssen Archival Discs anders als konventionelle Speichermedien nicht regelmäßig ausgetauscht werden und können bei Zimmertemperatur betrieben werden.

„Kalte Daten“ werden unregelmäßig oder nie abgerufen

Entsprechend hat „freeze“ in freeze-ray auch nichts mit der Ideal-Temperatur im Datenzentrum zu tun, sondern meint vielmehr „kalte Daten“. Das ist der Fachbegriff für langfristig gespeicherte Daten, die unregelmäßig oder so gut wie nie aufgerufen werden – man spricht deshalb auch von „Kaltspeicherung“.

Mit unserem Daten-Archivierer profitiert die Branche von den Vorteilen der optischen Speichertechnologie, die Panasonic in den letzten 30 Jahren für Unterhaltungselektronik und auch B2B entwickelt hat. „Wir sind nicht nur überzeugt, dass diese Speicherlösung sehr attraktiv ist für Rechenzentren in aller Welt“, so Enokido. „sondern wollen freeze-ray auch zu einem neuen Standard für Datenarchivierung machen.”