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Nachbarn und Lärm: Wie laut darf meine Musik eigentlich sein?

Ein paar Tipps für eine friedliche Nachbarschaft.

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Für HiFi- und Film-Liebhaber darf es gut und gerne mal etwas mehr sein, wenn es um die Lautstärke geht. Wer reizt seine Kompaktanlage oder seinen Party Lautsprecher nicht gerne mal etwas aus? Doch je nach Wohnsituation steht dabei eine Frage im Raum: Welche Lautstärke ist noch erlaubt und ab wie viel Uhr müssen Sie besonders viel Rücksicht auf Ihre Nachbarn nehmen?

Nachbarn und Lärm: Zimmerlautstärke ist nicht immer gleich.

Grundsätzlich gilt: Vermeidbarer Lärm ist den gesamten Tag über zu unterlassen. Dazu gehört auch das Aufdrehen von Musik und Filmen weit über Zimmerlautstärke hinaus. Wenn die Nachbarn etwa Musik deutlich in ihrer Wohnung hören können, ist das im Grunde schon zu viel. Natürlich sollten Sie hier auch die individuelle Situation und Isolierung des Hauses beachten.

Rechtlich gesehen liegt der Grenzwert der Zimmerlautstärke in reinen Wohngebieten bei einem Schalldruckpegel von 50 dB(A) tagsüber und 35 dB(A) während der Nachtruhe. Gemessen wird dabei jeweils beim Empfänger. Also gilt das, was beim Nachbarn ankommt.

Ab 22 Uhr gilt: „Ruhe im Karton.“

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Im Allgemeinen gilt in Deutschland die gesetzliche Nachtruhe zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens sowie die Mittagsruhe, meist zwischen 13 Uhr und 15 Uhr. Diese Zeiten können je nach Hausordnung aber abweichen. Hier lohnt es sich, wenn Sie einen Blick in den Mietvertrag oder die entsprechende Hausordnung werfen. Außerdem gelten Sonn- und Feiertage ganztägig als Ruhetage. Zu diesen Zeiten und an diesen Tagen gilt es besondere Rücksicht auf die Nachbarn zu nehmen. Wenn Sie also gerne bis spät in die Nacht Musik hören oder Filme schauen, sollten Sie besser auf Bluetooth Kopfhörer zurückgreifen um keinen Streit anzuzetteln und trotzdem den vollen HiFi-Genuss zu erleben. Hier erfahren Sie, wie Sie die Geräte beispielsweise einfach und kabellos mit Ihrem TV verbinden.

Die beste Wahl: gesunder Menschenverstand.

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Am wichtigsten ist, dass Sie nicht aus den Augen verlieren, dass es sich bei Ihren Nachbarn um Menschen handelt, mit denen Sie im Zweifel noch über Jahre und Jahrzehnte auskommen müssen. Insofern lohnt es sich, stets das persönliche Gespräch zu suchen. Stures Pochen auf Regeln und Gesetze hat oft nämlich nichts mit einem gepflegten Miteinander zu tun.

So haben sicherlich viele Menschen Verständnis dafür, wenn es in Ausnahmefällen am Wochenende mal etwas lauter wird oder der Fernseher auch mal um 22 Uhr noch zu hören ist. Oft lassen sich Störungen oder Meinungsverschiedenheiten einvernehmlich lösen, bevor überhaupt der Vermieter oder gar die Polizei eingeschaltet werden muss. Dies ist in jedem Fall die beste Lösung.

Nachbarn sind auch bloß Menschen.

Der Alltag hat seine Höhen und Tiefen und manchmal muss man diese mit der Lieblingsmusik untermalen. Einmal im Jahr ist auch eine rauschende Geburtstagsfeier drin. Ein freundlicher Zettel im Flur und die Einladung auf ein Bier vorbeizukommen, hat sich bis jetzt noch immer am besten bewährt. In diesem Sinne: Auf eine gute Nachbarschaft.