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90er Jahre: Panasonic wagt neue und kreative Wege.

Mit nachhaltigen und innovativen Produkten in Richtung Zukunft.

Die 90er Jahre

Anfang der 90er Jahre verzeichnete die Elektronikindustrie in Japan starke Umsatzeinbußen. Die Wirtschaft geriet ins Stocken. Der anhaltende Rückgang der Aktien- und Immobilienwerte führte zu einer Verschärfung der Rezession. Zugleich rückte das Thema Umweltschutz weltweit immer stärker in den öffentlichen Fokus. Erfahren Sie, wie Panasonic mit dieser Situation umging, welche Produktneuheiten wieder Aufschwung bringen sollten und wie sich das Unternehmen gleichzeitig zum Vorreiter für umweltbewusste Hersteller entwickelte.

Neue Ausrichtung unter dem Motto „Kreativität und Mut“.

Die 90er Jahre

Im Februar 1993 übernahm Yoichi Morishita die Leitung des Unternehmens. Auf einer Management-Sitzung kündigte der neue Präsident eine Vier-Punkte-Strategie an, um mit der schwierigen wirtschaftlichen Situation umzugehen:

  1. Panasonic sollte sich weiterhin auf seine Mission und seine Verantwortung für die Gesellschaft konzentrieren.
  2. Dabei sollte das Unternehmen mit „Kreativität und Mut“ voranschreiten.
  3. Um dies zu erreichen, sollte das Management weiterhin selbstständig arbeiten.
  4. Panasonic sollte zu einem gesunden und dynamischen Unternehmen ausgebaut werden.

„Die Ausübung von Kreativität und Mut bringt Probleme ans Tageslicht, aber sie gibt uns auch die Kraft, uns ihnen zu stellen“, so Morishita. „Das Wagnis birgt immer ein Risiko des Scheiterns, von dem wir bereit sein müssen, aufzustehen und es erneut zu versuchen. Doch auch Misserfolge können uns befähigen.“

Verantwortung für die Umwelt: Panasonic führt Unternehmen an.

In den 90er Jahren gab es nicht nur wirtschaftlichen Handlungsbedarf. Auch die Sorge um unsere Umwelt wuchs. Dadurch sah sich Panasonic veranlasst, aktiv zu werden: Das Unternehmen übernahm die Führungsrolle bei der globalen Initiative zur Verantwortung der Unternehmen für die Umwelt. Aus diesem Grund wurde 1991 eine Umweltcharta erlassen.

„In dem Bewusstsein, dass die Menschheit eine Verantwortung für die Achtung und Erhaltung des empfindlichen Gleichgewichts der Natur trägt, bekennen wir uns dazu, die Ökologie dieses Planeten zu erhalten und zu pflegen.“

In Leitsätzen fordert Panasonic die Einführung der neuesten umweltfreundlichen Technologien und Verfahren. Um dies zu erreichen, sollte jede Division der Panasonic-Gruppe ihre Geschäftstätigkeit an der Charta ausrichten. Bis heute hält sich Panasonic weltweit an diese Richtlinien.

Nachhaltige Produkte:  Wiederaufladbare Batterien und Glühlampe „Palook Ball“.

Mit der Verbreitung mobiler elektronischer Geräte, wie tragbare CD-Player, Handys und Videokameras, wuchs der Bedarf an kleinen und leichten Batterien, die möglichst lange hielten. Zu diesem Zweck brachte Panasonic Mitte der 90er Jahre zwei leichtgewichtige Lithium-Ionen-Akkus in unterschiedlichen Sorten auf den Markt. Diese ließen sich einfach wiederaufladen und entsprachen so dem Umweltgedanken des Unternehmens. Als Stromquelle für tragbare Geräte boten sie zudem eine bis dato unerreichte Kapazität und Energiedichte.

Ein weiteres auf Nachhaltigkeit bedachtes Produkt veröffentlichte Panasonic 1993 unter dem Namen „Palook Ball“. Dabei handelt es sich um eine ressourcenschonende und energiesparende Lichtquelle. Eingeschraubt in eine normale Lampenfassung hielt die neue Leuchtstoff-Lampe etwa sechsmal so lange wie eine herkömmliche Glühbirne. Zudem verbrauchte sie etwa ein Drittel der Leistung einer Leuchtstoff-Lampe gleicher Helligkeit.

Eine echte Innovation der 90er Jahre: DVD-Player für das Heimkino.

Die 90er Jahre

1996 brachte Panasonic mit dem DVD-A300 und dem DVD-A100 seine ersten DVD-Player auf den Markt. Dank Panasonics Twin-Focus-Technologie waren die Geräte nicht nur mit DVDs kompatibel, sondern konnten auch CDs und Video-CDs abspielen. Zudem besaß die A300-Serie eine Recorder-Funktion, mit der sich ein kompletter zweistündiger Film aufnehmen ließ – ganz so wie mit den heutigen Blu-ray™ Recordern von Panasonic. Nur zwei Jahre später ging Panasonic noch einen Schritt weiter und veröffentlichte die weltweit ersten tragbaren DVD-Player. Mit dem DVD-L10 und dem DVD-P10 war es plötzlich möglich, DVDs jederzeit und überall zu genießen – dank leichtem Gehäuse und eigenem Display.

Handys von Panasonic beeinflussen den Mobilfunkmarkt.

Erinnern Sie sich noch? In den 90er Jahren verbreitete sich die Mobiltelefonie. Handys sollten die Art, wie wir miteinander kommunizieren, stark verändern. Panasonic hatte mit dem Mobiltelefon „Mova P“ einen erheblichen Einfluss auf den Mobilfunkmarkt. Wenig später sicherte sich Panasonic die Führungsposition bei der Entwicklung digitaler Mobiltelefone, die klein und leicht waren. Im Oktober 1996 erschien mit dem „Digital Mova P201HYPER“ das erste digitale Mobiltelefon der Branche mit einem Gewicht von weniger als 100 Gramm. Es folgten eine Reihe weiterer innovativer Mobiltelefone, die den Markt bereichern sollten.

Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts im Blick.

Die 90er Jahre

1998 feierte Panasonic sein 80-jähriges Jubiläum. In einer Rede bedankte sich Präsident Morishita bei Gründer Konosuke Matsushita und all den Mitarbeitern, die dem Unternehmen dabei halfen, den Weg zu Wohlstand und Wachstum zu ebnen. Zudem gab er einen Ausblick auf das 21. Jahrhundert: Mithilfe von Stipendien sollten ausländische Studierende gefördert werden, um zur Entwicklung Asiens und einem gegenseitigen Verständnis beizutragen. Von 1998 bis 2002 vergab Panasonic daher rund 200 Stipendien. Außerdem erschuf das Unternehmen spezielle Trainingseinrichtungen, um sein Führungspersonal auf die Entwicklungen der kommenden Jahre vorzubereiten.

Ende der 90er Jahre ging Morishitas Plan auf: Mit Kreativität und Mut schritt Panasonic voran, um sich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu stellen.